Pille und Thrombose

Dass die Pille das Risiko für eine Thrombose erhöht, ist weitreichend bekannt. Bei jungen Frauen ist das Risiko dennoch gering, ein Blutgerinnsel zu entwickeln. Das Gleiche gilt auch für gesunde Frauen und Frauen, die die Pille länger als ein Jahr einnehmen. Bestehen bereits vor der Einnahme der Pille Risikofaktoren wie Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck und andere Erkrankungen steigt auch die Gefahr von Blutgerinnseln. Genetische Faktoren spielen ebenso eine wichtige Rolle. Denn bei erblichen Vorbelastungen ist das Risiko dreifach erhöht und steigt nochmals an, wenn zusätzlich die Antibabypille eingenommen wird. 

Ein bis zu vierfach erhöhtes Risiko besitzen sogenannte Kombinationspräparate, die neben einem Östrogenanteil noch Gestagenbestandteile wie Norgestimat oder Cyproteronazetat enthalten. Von 100.000 Frauen entwickeln etwa 40 im Laufe eines Jahres Blutgerinnsel, wenn sie Pillen mit Gestagenen der dritten Generation (Desogestrel) oder der vierten Generation (Drospirenon) einnehmen. Bei Präparaten mit Gestagenen wie Norethisteron oder Levonorgestrel erhöht sich das Risiko für eine venöse oder arterielle Thrombose auf ein bis zu dreifaches. 

Um die Thrombosegefahr zu senken, ist es demnach sinnvoll, die Pille auch vor einer größeren und geplanten Operation abzusetzen. So sinkt das Thromboserisiko auf ein Minimum. Gerade wenn nach der Operationen Bettlägerigkeit indiziert ist. 


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